| lyric | 1. Bald prangt, den Morgen zu verkünden, die Sonn' auf goldner Bahn; bald muss die Nacht, die düstre, schwinden, der Tag der Weisheit nah’n. O holder Friede, steig’ hernieder, kehr’ in der Menschen Herzen wieder, dann ist die Erd’ ein Himmelreich und Sterbliche sind Göttern gleich.
2. Dir strahlt aus tausend Augen wieder dein Bild, o Lichtesquell. In Perlen fiel der Tau hernieder und grüßt dich rein und hell. Dir dankt, o hehre Lebensonne, die stille Blume Lichteswonne; dir dankt in frohbewegter Brust die neuerwachte Lebenslust.
3. Schwing frei doch von dem Rand der Erde empoir in Aetherblau! Beglpckt im Reich des Lichtes werde die ärmste, tiefste Au! Wir werfen ab der Nächte Sorgen; des besten Tages schöner Morgen, er bricht in jeder Seele an, er führt sie froh auf lichter Bahn. |