| lyric | 1. Feldeinwärts flog ein Vögelein und sang im muntern Sonnenschein mit süssem, wunderbaren Ton: Ade, ich fliege nun davon, weit, weit reis’ ich noch heut’, weit, weit reis’ ich noch heut’.
2. Und als ich Blüte fallen sah, da sagt’ ich: Ach, der Herbst ist da! Der Sommergast, die Schwalbe zieht Ade, ich fliege nun davon, weit, weit reis’ ich noch heut’, weit, weit reis’ ich noch heut’. ___
1. Feldeinwärts flog ein Vögelein und sang im hellen Sonnenschein mit süßem, wunderbaren Ton: „Ade, ich fliege nun davon, weit reis’ ich noch heut!“
2. Ich horchte auf den Feldgesang, mir ward so wohl und doch so bang; mit frohem Schmerz und trüber Lust stieg wechselnd bald und sank die Brust. Herz, ist’s Wonne oder Schmerz?
3. Doch als ich Blätter fallen sah, da dacht ich, ach der Herbst ist da! Der Sommer geht, die Schwalbe zieht, vielleicht so Lieb und Sehnsucht flieht. weit, rasch mit der Zeit.
4. Doch rückwärts kam der Sonnenschein, dicht zu mir drauf das Vögelein; es sah mein tränend Angesicht und sang: „Die Liebe wintert nicht, nein, es ist und bleibet Frühlingsschein!“ |