| lyric | Im heilgen Land zu Nazareth blüht eine Jungfrau reine. Nur Gott allein noch höher steht. So gut ist sie und feine, Dass Gottes hohe Majestät ein Bündnis mit der Magd eingeht wie Er’s nur kann, der Eine.
Er schickt den Engel Gabriel Zur Jungfrau mit der Kunde, Die alles Dunkel macheet hell in sternenloser Stunde. Der Engel sprach: „Gegrüsset sei mir! Die Gnade Gottes ist mit Dir, Dass alle Welt gesunde.“
Maria sprach: „Ich bin nur Magd. Was will der Gruss besagen?“ Der Engel drauf: „Was ich gesagt, Gott hat’s mir aufgetragen. Du sollst des Höchsten Mutter sein Und bleiben allzeit Jungfrau rein Jetzt und inewgen Tagen.“
Demütig neigt die Jungfrau sich: „Was Gott will, soll geschehen.“ Und Gottes Wort stieg gnädiglich Zur Welt aus himmels Höhen. Und Mutter ward die reine Magd, Wie Gabriel vorhergesagt, Erhört der Erde Flehen. |