| lyric | 1. Wenn dich dein Fuß zur Kneipe trägt, mußt du's vernünftig treiben; was Kopf und Herz in Gram bewegt, das muß zu Hause bleiben. Wenn dir der Wirt Willkommen winkt, die Maid den vollen Becher bringt, |: trink aus! trink aus! :|
2. Und sitzest du am Freundestisch, dann laß die Dirne springen, um statt des leeren Humpens frisch den vollen dir zu bringen. Ein leerer Krug ist stets verhaßt, doch hast den vollen du gefaßt, |: trink aus, trink aus! :|
3. Trink vor, trink nach, so lange schäumt im Becher noch die Labe, ein guter Schluck ist bald versäumt und rächt sich noch im Grabe. Da hat der Mensch zu dürsten Zeit, bedenk', wie lang die Ewigkeit! |: Trink aus! trink aus! :|
4. Wein, Weib und Sang sind dreierlei. Auf Erden hat der Weise vollauf genug an zweierlei für seine Pilgerreise. Drum halt' vom Hals dir meilenweit das Weib, es raubt dir Ruh' und Zeit! |: Trink aus! trink aus! :|
5. Dem Mann, das ist ganz klar und klipp, kann Gut's vom Weib nicht kommen, sonst hätt' ihm Gott die böse Ripp' nicht aus dem Leib genommen. Verderblich war, verderblich ist das Weib dem Mann zu jeder Frist. |: Trink aus! trink aus! :|
6. Halt aber fest am frohen Sang, wo volle Flaschen winken, denn zu der Gläser Kling und Klang schickt sich allein das Trinken. Ein Lied, das klingt aus voller Brust, macht durstig und erhöht die Lust. |: Trink aus! trink aus! :|
7. Und geht mit Sang und Becherklang das Leben doch zu Ende, und reicht Freund Hain dir zum Empfang die dürren Knochenhände, grüß' ihn mit Sang, als ging's zum Fest, und deines Bechers letzten Rest |: trink aus! trink aus! :| |