| lyric | 1. Zu Augsburg steht ein hohes Haus nah bei dem alten Dom, da tritt am hellen Morgen aus ein Mägdelein gar fromm. Gesang erschallt, zum Dome wallt die liebe Gestalt.
2. Dort vor Mariä heilig Bild sie betend niederkniet, der Himmel hat ihr Herz erfülölt und alle Weltlust flieht. „O Jungfrau rein, laß mich allein dein eigen sein.
3. Alsbald der Glocke voller Klang die Betende erweckt. Das Mägdlein wallt die Hall’ entlang, es weiß nicht, was es trägt; auf dem Haupte ganz von Himmelsglanz einen Lilienkranz.
4. Mit Staunen sehen all’ die LEut’ dies Kränzlein licht im Haar, das Mägdlein aber wallt nicht weit, tritt vo den Hochaltar. „Zur Nonne weiht mich arme MAgd. Stirb, Lieb’ und Freud’!“
5. Gott gib, daß dieses Mägdelein ihr Kränzlein friedlich trag’; es ist die Allerliebste mein, bleibt’s bis zum jüngsten Tag. Sie weiß es nicht, mein Herz zerbricht, stirb Lieb’ uznd Licht! |