Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

Wi rhatten im Sacke nur wenig Geld,

Liedtext

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first_lineWi rhatten im Sacke nur wenig Geld,
lyricWi rhatten im Sacke nur wenig Geld,
doch lachend wogte das goldene Feld
in lustigen Sommerwinden,
das Übrige würde sich finden.

Die Rösslein schlichen den lahmsten Trab,
als wäre die Erde eine weites Grab,
und fürchteten sie zu versinken
auf Tote zur Rechten und Linken.

Der Fuhrmann schmauchte schlechten Tabaks,
er war hartmäulig, stumpfen Geschmacks,
wie seine Gäule nicht wissen,
dass sie werden im Maule gerissen.

Doch ging es auch langsam, ging es doch froh;
wir rauchten bessern, mein Studio
rief mir homerische Zeilen,
wie Helden sich tapfer zerkeilen.

Das Strassenpulver ward Schlachtenstaub,
rings tobte die Rache um Helensa Raub,
die Reiter stürtzen zur Erde,
drum schlichen so traurig die Pferde.

Der dampfende Kutscher auf seinem Thron,
ein rauchender Turm von Illion,
nur Helena konnt’ ich nicht schauen
vor Staub, die schönste der Frauen.

Da dacht’ ich sie zu finden geschwind,
an ein vielleicht noch schöneres Kind,
homerische klänge versäumend,
zum seligen Paris mich träumend.
language ISO 639deu = german / allemand / deutsch / deutsch
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FotokopieStudentenreiseLiedVoc.