Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

Trautes Schätzlein, trag nicht Leid,

Liedtext

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first_lineTrautes Schätzlein, trag nicht Leid,
lyricTrautes Schätzlein, trag nicht Leid,
blicke nicht so trübe,
dass du nicht die einz’ge Maid,
die ich hezlich liebe.
Schau, Studenten machen’s so,
lieben mehr als eine,
bin ich nicht mehr Studio,
lieb ich dich alleine!

2. Gräm’ dich nicht den ganzen Tag,
dass wir gerne trinken,
dass ich dich nicht küssen mag,
wenn die Gläser blinken.
Schau, Studenten machen's so,
sitzen gern beim Weine,
bin ich nicht mehr Studio,
lieb' ich dich alleine.
3. Wer nur eine einz’ge küsst
bis zur Iahreswende,
und die andern schüchtern grüsst,
der ist kein Studente.
Wer noch nie betrunken war,
der hat nie studieret,
wär' er auch so manches Jahr
ins Colleg marschieret.
4. Gold und Silber lieb' ich sehr,
kann's auch gut gebrauchen,
hätt' ich nur ein ganzes Meer,
mich hinein zu tauchen;
’s braucht ja nicht geprägt zu sein,
hab’s auch sonst ganz gerne;
sei’s des Mondes Silberschein,
sei's das Gold der Sterne.
5. Doch viel schöner ist das Gold,
das vom Lockenköpfchen
meines Liebchens niederrollt
in zwei blonden Zöpfchen.
Darum komm, mein liebes Kind,
lass dich herzlich küssen,
bis die Locken silbern sind
und wir scheiden müssen.
6. Seht, wie blinkt der gold’ne Wein
hier in meinem Becher,
hört wie klingt so silberrein
froher Sang der Zecher!
Dass die Zeit einst golden war,
will ich nicht bestreiten,
denk’ ich noch im Silberhaar,
längst vergang'ner Zeiten
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