| lyric | 1. Der Mensch hat nichts so eigen, so wohl steht ihm nichts an, als daß er Treu’ erzeigen und Freundschaft halten kann; wenn er mit seinesgleichen soll treten in ein Band, verspricht er nicht zu weichen mit Herzen, Mund und Hand.
2. Die Red ist uns gegeben, damit wir nicht allein für uns nur sollen leben und fern von Leuten sein. Wir sollen uns befragen und sehn auf guten Rat, das Leid einander klagen, so uns betreten hat.
3. Gott stehet mir vor allen, die meine Seele liebt; dann soll mir auch gefallen, der mir sich herzlich gibt. Mit diesen Bundsgesellen verlach ich Pein und Not, geh auf den Grund der Höllen und breche durch den Tod.
4. Ich habe, ich habe Herzen, so treue, wie gebührt, die Heuchelei und Scherzen nie wissentlich berührt. Ich bin auch ihnen wieder von Grund der Seele hold; ich lieb euch mehr, ihr Brüder, denn aller Erden Gold! |