| lyric | 1. Gott, du lässest Treu und Güte täglich über uns aufgeh’n, zierst die Erde neu mit Blüthe, schmückest Thal und Berge schön, daß sich in dem holden Maien, Wald und Flur und Ströme freuen. Wo das Aug’ sich wendet hin, sieht es deinen Segen blüh’n.
Deines Frühlings milde Zeiten haben diese Welt verjüngt. Alles muss dein Lob verbreiten, Nachtigall und Lerche singt. Ja, kein Gras ist so geringe, das, o Schöpfer aller Dinge, nicht erzähle deine Treu’ und wie gross dein Wohltun sei.
Soll der Mensch denn stille schweigen, den du noch viel höher krönst, den du dir erwählst zu eigen, dessen Herz du dir versöhnst, den du durch dich selbst erneuest, den du inniglich erfreuest, dass er wieder dich erfreu’ und dein schöner Garten sei?
Auf, ihr frommen Christengliedder, stimmet an den Freudenklang, opfert eurem Schöpfer wieder zarter Liebe Lobgesang, dass er durch die Wolkendringe, und vor unserm Gott froh erklinge, der vom himmel segnend blickt und das Jahr mit Gütern schmückt. |