| lyric | 1. Es lebt in jeder Schweizerbrust ein unnennbares Sehnen, es ist nicht Schmerz, es ist nicht Lust, im Auge perlen Thränen. Sag’ an, was das bedeuten soll, das Sehnen, die Thrähnen? Du fühlst es, lieber Schweizer, wohl, dein Aug’ ist nass, dein Herz ist voll.
2. Auf grüner Alp, am steilen Hang, Wenn Glocken, Reigen klingen, da wird’s dem Busen wohl und bang, du möchtest weinen, singen. Sag’ an, was das bedeuten soll, das Läuten, das singen? Du fühlst es, lieber Schweizer, wohl, dein Aug’ ist nass, dein Herz ist voll.
3. Vom stillen Tal, am klaren See, sieh’ Firnen glühen, sprühen! Es wird der Sehnsucht Lust und Weh’ in deine Seele ziehen. Sag’ an was das bedeuten soll, das Glühen, das Sprühen? Du fühlst es, lieber Schweizer, wohl, dein Aug’ ist nass, dein Herz ist voll.
4. Wohlan denn, sehnendes Geschlecht Weih’ deinem Lande Treue! Doch auch nach Freiheit, Licht und Recht streb’ mannhaft jeder Freie. Sag’ an, was das bedeuten soll, das Freie, das Treue? Du fühlst es, lieber Schweizer, wohl, dein Aug’ ist nass, dein Herz ist voll. |