| lyric | 1. Es zieht durch deutsche Lande ein fahrender Scholar, zerrissen die Gewande, zerzaust das wirre Haar. Durch Wald und grüne Auen, so oft die Sonne schied, von einer selt’nen Frauen singt er ein altes Lied.
Virgo dulcissima cordis mei solamen, sancta piissima, ave, amen.
Auf eines Berges Kuppe haust eine Bruderschaft, das Kloster spendet Suppe und frischen Gerstensaft, da pocht es an die Pforte, der Schüler spricht am Tor: Macht auf, am Gnadenorte sing’ ich mein Lied euch vor:
Salve dulcissima, cordis me solamen, sancta piissima, ave Amen.
Es war gespeist, gelabet der muntere Gesell; nun Fremdling sang begabet, schliess auf den Liederquell, der Prior und die Patres steh’n lauschen in der Rund, ringsum die jungen Fratres längst spitzen Ohr und Mund:
Virgo dulcissima, cordis me solamen, sancta piissima, ave, Amen. |