| lyric | 1. Noch hinter Berges Rande steht braun der Abendschein, da hüllen sich die Lande in ihre Schatten ein. Wo Sonne kaum gelacht, der frierenden erbarmte, uns kurze Zeit erwarmte, wohnt wiederum die Nacht.
2. Wird noch ein Weilchen währen, bis rings das Firmament in königlichen Ehren von tausend Fackeln brennt. Doch bleibts kein kalter Prunk. Wir häten an der einen, wollt sie nur ewig scheinen, für alle Zeit genug.
3. Bald schimmert von den Wänden der Lampe Widerschein deutcht, sie will uns blenden, und ist doch arm und klein. Hören froh den Braus in Herd und Esse lärmen: kann die Welt nicht wärmen, doch wärmt er Haus bei Haus.
4. So nimmt der Tag ein Ende, [Dann nimmt auch das ein Ende,] wir sagen gute Nacht und falten unsre Hände und danken dem, der wacht, der alle Welt umfängt mit Sonnen, Stern und Erde, und dem geringsten Herde sein Licht und Feuer schenkt. |