| lyric | 1. Von ferne sei herzlich gegrüsset, du stilles Gelände am See, wo spielend die Welle zerfliesset, genähret vom ewigen Schnee.
2. Gepriesen sei, friedliche Stätte, gegrüsset, du heiliges Land, wo sprengten der Sklaverei Kette die Väter mit mächtiger Hand.
3. Da blickten in nächtlicher Stille Sie jammernd auf Vaterlands Not, Und sahen, wie Jammer die Fülle Vollbringet der Willkür Gebot.
4. Hier standen die Väter zusammen, dem Recht und der Freiheit zum Schutz, und schwuren beim heiligsten Namen, zu stürzen der Zwingherren Schwur.
5. Der Schimmer der Sterne erhellte nur düster die schlummernde Flur, als rächend zum Himmelsgezelte entschwebte der heilige Schwur.
6. Und Gott der Allmächtige gesandte Gedeihen dem hieligen Schwur, sein Arm die Tyrannen verbannte, und frei war die heimische Flur.
7. Drum, Rütli, sei freundliche gegrüsset! Dein Name soll nimmer vergehn, so lange der Rhein uns noch fliesset, so lange die Alpen bestehn. |