Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. So oft ich meine Tabakpfeife

Liedtext

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first_line1. So oft ich meine Tabakpfeife
lyric1. So oft ich meine Tabakpfeife
mit gutem Knaster angefüllt,
zur Lust und Zeitvertreib ergreife,
so gibt sie mir ein Trauerbild.
Und füget diese Lehre bei,
daß ich derselben ähnlich sei.

A) Die Pfeife stammt von Ton und ERde,
auch ich bin gleichfalls draus gemacht.
Auch ich muß einst zu ERde werden,
sie fällt un dbricht, eh’ ihrs gedacht,
mir oftmals in der Hand entzwei,
mein Schicksal ist auch einerlei.

B) Die Pfeife pflegt man nicht zu färben,
sie bleibet weiß, Also der Schluß,
daß ich auch dermaleinst im Sterben,
dem Leibe nach erbleichen muß.
Im GRabe wird der Körper auch
so schwarz wie sie nach langem Rauch.

2. Wenn man die Pfeife angezündet,
so sieht man wie im Augenblick
der Rauch in freier Luft verschwindet,
nichts als die Asche bleibt zurück
So wird des Menschen Ruhm verzehrt
und dessen Leib in Staub verkehrt.

3. Wie oft geschiehts nicht bei dem Rauchen,
daß, wenn der Stopfer nicht zur Hand,
man pflegt den Finger zu gebrauchen.
Dann denk ich, wenn ich mich verbrannt:
O, macht die Kohle solche Pein,
wie heiß mag erst die Hölle sein.

4. Ich kann bei so gestalten Sachen
mir bei dem Tabak jederzeit
erbauliche Gedanken machen.
Drum schmuach ich voll Zufreidenheit
zu Land, zu Wasser und zu Haus
mein Pfeifchen stets in Andacht aus.
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