Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. Als ich in stiller Sommernacht

Liedtext

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first_line1. Als ich in stiller Sommernacht
lyric1. Als ich in stiller Sommernacht
den See entlang gegangen,
wo, mondlichtschimmernd angefacht,
die Wasser leis erklangen,
glitt auf der feuchtbeglänzten Bahn
in leichtem Lauf ein Kahn hinan,
aus dem ein milder Mädchensang
bald fern wie traumverloren klang.
Rufst du, mein Vaterland.

2. Ich ging vom See den Berg hinan
den Pfad an grüner Halde,
wo sich ein lichter Wiesenplan
umsäumt mit dunklem Walde.
Da war’s wohl still; nur fern her drang
verlorner Herdenglöcklein Klang,
doch frisch erhub der Hirtenknab’
das Lied und sang zum Wald hinab:
Rufst du, mein Vaterland.

3. Da hielt ich an; zu Häupten
glüht der Firn am Abendstrahle;
zu Füssen duftet und erblüht
die Sommerpracht im Thale.
Mir war’s als ob de Herren Hand
sich segnend legte auf mein Land,
und wie ein tief erschauernd Wehn
fühlt’ ich mir’s durch die Seele gehn:
Rufst du, mein Vaterland.
language ISO 639deu = german / allemand / deutsch / deutsch
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