| lyric | 1. Ich sah ein Röslein blühen wohl zu der Winterszeit, verstecket unter Tannen hat’s mir das Herz erfreut. Die Sonne tat mir’s zeigen mit ihrem goldnen Licht, sonst hätt’ ich’s nie gesehen, der Tann war viel zu dicht.
2. Und wie ich nun so schaute, fing’s leise an zu schnei’n. Da sprach mit zarter Stimme das kleine Röselein: Brich bitte nicht mein Leben, will gerne für dich blüh’n. Die Anmut seiner Schönheit tat mir ins Herze zeih’n.
3. Da sah ich voll Enzücken, es öffnete sich weit, und in der güldnen Sonne sah man sein weißes Kleid: Doch mußt’ ich weiter wandern, verwirrt von dem Gescheh’n, daß ich im Winterwalde ein Röslein hab’ geseh’n. |