| lyric | In den endlosen Weiten, da sieht man sie reiten durch die dunkle Nacht, Tscherkessen reiten durch die tiefe, dunkle Nacht, und sie reiten auf Pferden mit fliegender Mähne.
Hört in der Ferne das Getön. Die steppe zittert und es donnern harte Hufe, auf schnellen Pferden naht ein Reiterheer. Es knallen Peitschen und es gellen ihre Rufe vom Kuban bis zum Schwarzen Meer.
Die harte Faust umfaßt die kurze Lanze, zum Stoß bereit, denn zahlreich sind der Feinde Scharen. Abends ruft das Tamburin zum Tanze, die Nacht ist traumlos, kurz und schwer.
Abends beim Schein der lodernden Feuer finden sie alle zum Tanze sich ein. Abends erwacht dann die Liebe, abends beim Feuerschein. Dumpf dröhnt die Trommel, die jedenbeschwört.
2. Noch gestern jagdten sie im Nahgefechte dem feigen Räuber ihre Herden ab. Doch fiel ihr Hethman, und es sank die tapfre Rechte, die manchen schon geschickt ins GRab. Auf seinem Pferde ward er fest gebunden, denn sein Pferd, es sollte nur der stolzer Rappe heim ihn tragen. Dann sind sie die Nacht durch toll geritten, ein toter Hethman führt sie an.
3. Durch ihre Dörfer hallen laut die Klagelieder, die Trommeln dröhnen dumpf zum Totentanz. Rund um das Lagerfeuer lassen sie sich nieder, die mit ihm zogen durch das Land. Die Flamme loht un ddunkle Schatten tanzen, im Kreise reichen alle sie sich stumm die Hände. Wieder geht es auf die schnellen Pferde dann, Tscherkessen reiten Totenwacht. |