| lyric | In klarer Frühlingsabendpracht, wenn schon der Sterne Heer erwacht, wenn kühl der Mond im Ost sich hebt, die Flur mit blauem Duft umwebt,
Indess im West des Abends Strahlen den Himmel heiss mit Purpur malen; wenn Sang der Nachtigall erschallt, und rein im Nachthauch rauscht der Wald:
Das ist die zaubrische Stunde, wo Tag und Nach tim Bunde dich kränzen mit dem schönsten Schein, du Fürst der Ströme, trauter Rhein!
Wenn aus des Wassers dumpfer Schwüle der Fisch mit lust’gem Sprung sich schnellt, und in der weichen Schlummerkühle so still und heimlic liegt die Welt;
Wenn in der Uferweiden Dunkel der Elfen Chor den Reigen schlingt, und aus dem Strom ein leis Gemunkel, der Nixen auf zum Lichte dringt:
Das ist die zaubrische Stunde, wo Tag und Nach tim Bunde dich kränzen mit dem schönsten Schein, du Fürst der Ströme, trauter Rhein! |