| lyric | 1. Wenn das Rheingold in der Sonne glüht, und im Blüthenschmuck das Ufer lacht, jede Welle gold’ne Funken spürht,. jedes Herz zu neuer Lust erwacht, Ferner Glockenklang tönt vom Rebenhang, in der Morgenglut wie im Abendschein! O wie wonnig ruht sich’s am grünen Rhein.
2. Stolze Burgen auf den Felsenhöh’n, blüh’nde Städte an des Stromes Rand, muntre Gäste, Mädchen, und ein volles, gutes Glas zur Hand, Schiffe klein und gross wiegt des Rheines Schooss, reisst das Herz von allen Sorgenlos. Morgenglut wie im Abendschein! O wie wonnig ruht sich’s am grünen Rhein.
3. Glücklich, wer auf deiner Segensflur immer athmen darf, du heil’ger Rhein! Doch auch glücklich, wem ein Kurzes nur deine Zauber blühen in’s Herz hinein, holde Sehnsucht schreibt tief sich ein und bleibt, dass es immer wieder zu dir treibt, zu dir! In der Morgenlut wie im Abendschein! O wie wonnig ruht sich’s am grünen Rhein. |