| lyric | 1. Ich kenn ein einsam Brünnele, das wohl schon tausend Jahr, das gurgelt unverdrossen und murmelt sonderbar. Als wollt’ es mir erzählen aus längst vergangner Zeit, von Lust und Lieb und Freude, von Leid und Traurigkeit.
An dem Brünnele hab ich oft gelauscht, wissen möcht ich gern, was es heimlich rauscht.
2. Umrankt von Efeu wundersam, von grünem Moos bedeckt, ertönt sein lustig Plätschern im Felsenhang versteckt. Doch oft will es mir scheinen, als hörte ich nicht recht, mir sagt ein heimlich Raunen, die Freude ist nicht echt.
3. Die Sage spricht vom Rittersmann, der einst an diesem Quell von Blitzes Strahl getroffen, daß tot er auf der Stell. Die Mär erzählet weiter, daß dies ein Gott’sgericht, und daß dem recht geschehe, der seinen Treuschwur bricht. |