| lyric | Um Mitternacht, in ernster Stunde, tönt oft ein wundersamer Klang. ’S wie aus liebem Muttermunde ein freundliche trösternder Gesang.
In süßen, unbelauschten Tränen löst er des Herzens bange Pein, und alles unmutvolle Sehnen und allen Kummer wiegt er ein.
Als käm’ der Mai des Lebens wieder; regt sich’s im Herzen wunderbar: Da quillen Töne, keimen Lieder, da wird die Seele jung und klar.
So tönet oft das stille Läuten, doch ich verseh’ die Weise nie, und nur mitunter möcht’ ich’s deuten, als wär’s der Kindheit Melodie. |