| lyric | 1. Der Lenz kam wieder in das Land und grüsst euch tausendmal. Nun nehmt den Wanderstab zur Hand! Frisch auf in Berg und Tal!
Der Lenz bezwang den Winter bald mit Sang und Sonnenschein, und jedes Herz, das bang und kalt, soll froh und sonnig sein.
Aus braunen Schollen drängt zum Licht der Erde junge Kraft, und über uns erklingt das Lied von froher Wanderschaft.
Vom Wegesrande läuten leis und BLütenglocken zu: „Die Herzen auf!“ Den süssen Ton vernimm, Herzbruder du!
Das klingt und singt und lockt und ruft hinaus in Lenzes Licht und Duft.
O wandern, o wandern in lenzesfrohe Welt! Lass hocken die andern! Zieh hinaus in Wald und Feld.
2. Die weissen Wolken wandern hoch am blauen Himelszelt. Kein Wunsch, kein König und kein joch an einem Ort sie hält.
Und mit den Wolne ziehn zum Meer die Wellen tief im Grund, der Erde und der Himmel Heer in frohem Wanderbund.
Das Bächlein ist uns Fahrtgesell, das längs des Weges zieht. Sein Wasser ist so silberhell und lustig klingt sein Lied.
Und lustig grüsst vom leichten Ast und heller Finkenschlag: „Wirf ab des Winters bange Last! Dein ist der goldne Tag!“
Das klingt in jedes Herz hinein: „Der goldne Lenz will euch befrein!“
O wandern, o wandern in lenzesfrohe Welt! Lass hocken die andern! Zieh hinaus in Wald und Feld. |