| lyric | Unter dunklem Brückenbogen kam ein fremder Kahn gezogen mitten auf dem Strom.
Von dem Ufer klangen Lieder, traute Töne, hin und wieder; Schwalben flogen auf und nieder um den silbergrauen Dom.
Vor behüteten Gelassen zahme Turteltauben sassen im gedämpften Abendschein.
Junges Volk auf Gass und Strassen jubelte zu Tanz und Weine, und die Frauen unter Lauben plauderten von Lieb und Glauben.
Doch, doch den Fremdling ahnte keiner. Ach, der Tor im Boote dachte, dass man ihn ans Ufer winkte, mit ihm fröhlich sei und trinke; keiner wusste es und wachte für den Fremden, für den Bruder, und die Tränen niederrannen auf die eingelegten Ruder, und der Nachen trieb von dannen. |