| lyric | 1. Am Neujahrstag, in Sonne und Wind Jung Richard sattelt den Rappen geschwind. Er trabt feldaus und trabt feldein, zu frei’n des Müllers Töchterlein.
Lauf schnell im Galopp, mein Pferd, hoppla, hopp, durch Wälder und Feld, hoppheiße, hopphei!
2. „Feinsliebchen, willst du mein eigen sein, so schenk ich dir ein Ringlein fein, das gab der König mir zum Sold. Glaub’ mir, ’s ist lauter pures Gold.“
3. „Dein Ringlein fein will ich nit han, bist nur ein armer Reitersmann. Kannst du nicht kaufen Brot und Wein, will bleiben ich ein Jungfräulein.“
4. Hab’ ich auch keinen Batzen Geld, so kenn ich doch die weite Welt. Ich reite in den Tag hinein und bringe dir drei Kreuzerlein.“
5. „Drei Kreuzerlein sind nicht she viel für Sammet, Seide, Kirchweihspiel, und hast du auch kein Häuslein fein, so will ich nicht dein eigen sein.“
6. Jung Richard spornt den Rappen an und bleibt ein wackrer Reitersmann. Er läßt die eitle Maid zuhaus und reitet in die Welt hinaus. |