| lyric | 1. Wasch dich, mein Schwesterchen, wasch dich; zu Robins Hochzeit gehn wir heut; er hat die stolzer Ruth gefreit. Wir kommen ungebeten; wir schmausen nicht, wir tanzen nicht, und nicht mit lachendem GHesicht komm’ ich vor ihn zu treten!
2. Strähl dich, mein Schwesterchen, strähl dich! Wir wollen ihm singen ein Rätsellied, wir wollen ihm klingen ein böses Lied; die Ohren sollen ihm gellen. Ich will ihr schenken einen Kranz von Nesseln und von Dornen ganz; damit sie fährt zur Höllen!
3. Schick dich, mein Schwesterchen, schmück dich! Derweil sie alle sind am Schmaus, soll rot in Flammen stehn das Haus, die Gäste schreien und rennen. Zwei sollen sitzen unverwandt, zwei hat ein Sprüchlein gfestgebannt; zu Kohle müssen sie brennen!
4. Lustig, mein Schwesterchen, lustig! Das war ein alter Ammensang. Den falschen Rob vergaß ich lang. Er soll mich sehen lachen! Hab ich doch einen andern Schatz, dermit mir tanzet auf dem Platz sie werden Augen machen! |