| lyric | 1. Des Mondes Tochter Mirlamein kam in die warme Welt hinein, sie kam aus ihres Vaters Haus, auf einer weißen Fledermaus.
Mirlama, Mirlamein, schlaf ein.
2. Da saß Prinzessein Mirlamein auf einem großen weißen Stein inmitten der blüh’nden Heid’ in ihrem milchweißen Kleid.
3. In ihren Händen bleich und fein hielt sie die Flöte aus Elfenbein; sie blies, das klang so hell und hold, als ob ein Engel uns trösten wollt.
4. Gleich stecken alle Vögelein den Kopf in die Flügel und schlummern ein, die Hirsch’ und Reh’ im teifen Wald, die suchen ihr Lager und schlafen bald.
5. Glühwürmchen löscht das Lämpchen aus, fliegt müde in sein Blätterhaus, die Tauben gurr’n im Schlaf kuruh, mein Kind macht auch die Augen zu.
6. Die Flöte verklingt. Vom Heidestein die Schleier weh’n der Mirlamein, sie winkt der weißen Fledermaus und fliegt zum stillen Mond nach Haus. |