| lyric | 1. Wenn die Jemsen springen über Bergesjipfel, singt der Jemsenjäger seine Haderschnipfel. „Jute Jemse“, spricht er, „halt man still, weil ik dir man runterpuffen will.“
2. Saß ik ganzjemütlich vor 'nem Alpenhause, blick uf det Jebirge - Jott, welche Aujenschmause! Da, mit eenem Male, mir zum Hohn, kam 'ne Jemse her mit ihrem Sohn.
3. Und der Jemsensohn, der wollte mir wohl necken, ik fasst kühnen Mut und ließ mir nicht erschrecken; kam die Jemsenolle flugs herbei, wollt mir spießen mit dem Mordsjeweih!
4. Mensch, die waren beede scheußlich anzuschauen, schwarz und weiß gefleckt - na, ik bekam der Jrauen! Muttern trug am Kopfe een Jeweih. Aber Glöckchen trugen alle zwei!
5. Wollt mir schleppen in die finstre Jemsenhöhle, wollt mir dort verschlingen - o du meine Seele In der Finsternis, ach sank ik hin 1 Ach, ik seh dir nimmermehr, Berlin!
6. Kam ein andermal vor so 'ne Käsehütte, frug det Käsefrollein, ob dat hier so Sitte, dat man auf die Pfade Bohnen streut, wat wohl hier zu Lande det bedeut!
7. Und det Käsefrollein lachte unjeheuer: »Wat, dat kennste nich? Det sind doch Jemseneier Sind ganz frisch jelegt, sogar noch feucht, pass man uff, mein Freund, wat da entkräucht!«
8. Ja, ik kooft sie teuer, diese Jemseneier, doch ik war betrogen, Frollein hat gelogen! Hab schon sieben Jahr det Zeug im Haus - nicht die Spur von Jemse kroch heraus!
9. Ach, det Jemsenschießen, ach det Alpenleben! Kann es wohl auf Erden noch was Schönres jeben Leider jibt es keene Sennerin und auch keene Berje in Berlin! |