Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. Die Sonne scheint auf den harten Frost,

Liedtext

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first_line1. Die Sonne scheint auf den harten Frost,
lyric1. Die Sonne scheint auf den harten Frost,
der Frühling bringt uns gute Post.
Frisch auff, frisch auff, frisch auff,
frisch auff, man hört die Trommel schlau,
es geht an allen Orten an:
zu Wasser und zu Land.

2. Vorhanden ist die Zeit einmal,
Man wirbt Soldaten überall,
Frisch auff, frisch auff, frisch auff,
frisch auff, man führt durch alle Land
Munition und Proviant,
Darzu viel neuer Müntz.

3. Auf Gott hab’ ich mein Sach gericht’,
Der wird mich auch verlassen nicht,
Frisch auff, frisch auff, frisch auff,
frisch auff, wohl in das flandrische Land
Ist manchem Schweizerknab bekannt
Und seinen Oberoffizier.

4. Wir wird aber geschehen mir,
Mein edler Schatz, mein schönste Zeit,
Frisch auff, frisch auff, frisch auff,
frisch auff, mit Mannheit, Gut und Ehr
Will ich bald wieder kommen her,
Laß dir d’Zeit nicht seinlang.

5. Und anstatt deiner schönen Gestalt
Mein apfelgraues Roß ich halt,
Frisch auff, frisch auff, frisch auff,
frisch auff, es geht mit in den Tod
Und tregt mich offt aus mancher Noth
Durh sein Großmüthigkeit.

6. Für deinen süßenrothen Mund,
Küß ich die gleyernen Küglein rund,
Frisch auff, frisch auff, frisch auff,
frisch auff, anstatt dein Fingerlein
Halt ich jetzt in den Händen mein
Den Degen und Pistoll.

7. Die Klarheit deiner Äugelein
Muß mir ein glanzend Rüstung sein,
Frisch auff, frisch auff, frisch auff,
frisch auff, übr Berg und tiefe Thal,
Laß thönen der Musqueten Schall
Wol mitten durch den Feind.

8. Nun mag es gehen wie Gott es will,
Mein Leben steht in Gottes Ziel,
Frisch auff, frisch auff, frisch auff,
frisch auff, durch Gottes Hülff und Krafft
Setz ich umb Ehr und Ritterschafft
Mein junges Lebendran.

9. Noch diesen Trunk zu guter Nacht
Sey dir, mein lieber Schatzm gebracht,
Frisch auff, frisch auff, frisch auff,
frisch auff, bey diesem Ringelein
Wellstu dieweyl gedenken mein,
Bis ich komm wieder zu dir.

10, Ade, stell nur dein Weinen ein,
Es ann und mag nicht anders sein,
Frisch auff, frisch auff, frisch auff,
frisch auff, zu tausend guter Nacht,
Scheiden hett auch mir bald die Thränen gebracht,
Ade, mein schönste Zier.
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