| lyric | 1. Edle Zeit von meinem Leben Bring’ ich ganz verdrießlich hin Und ich muß in Kummer schweben, Weil ich ein Soldate bin. Dann die beste Zeit der Jahre Laß ich im Soldatenstand, Endlich bring’ ich graue Haare Wiederum in mein Vaterland.
2. Jung bin ich darzu gekommen, Was hat mich darzu geführt, Daß ich Handgeld hab genommen Und die Freiheit so verliert? Der Gestalt und guten Worten Gab ich meine Jugend hin, Nichts als Noth und große Torten Jetzo nur ein Sklave bin.
3. Wenn ich wider mein Verhoffen Nur ein kleinen Fehler thue, Heißt es gleich, ich wär besoffen: „Fort mit dir, was machst du hie?“ Geht es dennoch ohne Plagen Und mit ruahen Worten ab, Da hat man von Gück zu sagen, Daß man selten eines hat.
4. Sprech ich nur ein Wort dagegen, Heißt es gleich, man ressonniert; Ey, dann geht erst an das Prügeln, Daß man Muth und Blut verliert; Nein, ich dank für dieses Leben. Weit darvon ist gut vor’n Schuß, Ich will mich darvonb begeben, Dieses ist und bleibt mein Schluß.
5. Hat nun einer ausgedienet, Der noch länger dienen kann, Dem die Jahre noch geringen, Ey, so geht das Schmeicheln an; Aber lasse dich nicht fangen, Nehm dich lieber wohl in acht, Daß du nicht wirst hintergangen Und wohl um dein Glück gebracht.
6. Ach, wie manche brave Seele Jetzt in Kett’ und Banden geht, Und muß sich erbärmlich quälen, Letzt in Schimpf und Schand besteht. Auf harter Pritsche und Arrest Wird die Seele ausgepreßt; Hunger, Kummer, Angst und Plag, Dieses währet Nacht und Tag.
7. Edles Vaterland! deine Gränzen Lachen mich in Fernen an, Und ich will so lange warten (schanzen Bis ich dich einmahl sehen kann. Ja, ich will so lange hoffen, Exerzieren, geduldig seyn, Bis mein Wunsch hat eingetroffen Und mich bringt ins Vatterland (hinein). |