| lyric | 1. Ein reine Magd ihr Kranz noch tragt und prangt trutz allen Damen: sie hat das Prae im Zürcher See und gar ein grossen Namen.
2. Ihr Adel thut von GRafen Blut und hohem Gschlecht quellen; an Gelt und Hab geht ihr nichts ab kann sich gar höflich stellen.
3. Ein Müller kam, buhlt um die Dam, gleich da d Fasnacht angangen; er sucht ihr Ehr, und was noch mehr, hastt si schier gar ambgangen.
4. Die Jungfrau lacht und nur veracht des frechen Müllers Bitten; sie psirchtihm ab: „kein Lust ich habe“ sagt sie mit guten Sitten.
5. Fünf Wochen lang samt seim Anhang hat er sich also g sprissen; dass etlich Mahl ein grosse Zahl in’s gfrorne Gras gebissen.
6. Man wurf und schass Granaten gross, auch andre Feuerballen, die doch ohn Schad, mit Wuunterthat, auf die Jungfrau gefallen.
7. Er kratzt im Kopf, der arme Tropf, diser unwerthe Müller, weilo er schabab, drum zieht er ab, heimwärts, sein Rad zu trüllen. |