| lyric | 1. Es waren einmal zwei Bauernsöhn, die kehrten aus dem Kriege heim, aus dem soldatischen Leben.
2. Und als sie kamen vor Judas Haus da schaute Frau Wirtin zum Fenster hinaus mit ihren schwarzbraunen Augen. 3. Sie setzte die Reiter oben an Tisch, stellte ihnen auf gebackenen Fisch, und einen Schweinebraten. 4. Ihr könnt uns geben, was ihr wollt, wir haben Silber und viel Gold, und noch einige Dukaten. 5. Frau Wirthin hatte nun so viel Macht, dass sie ein Reiter hat übernacht der aus dem Krieg ist kommen 6. Und als es war um Mitternacht die Frau zu ihrem Manne sprach wir wollen den Reiter ermorden. 7. Der Mann nun voller Ängsten spricht: O Frau, o Frau, thu das doch nicht, es bleibt uns nicht verborgen. 8. Die Frau stund auf, ganz still und leis und machte Schmalz im Pfännli heiss uns leerts dem Reiter in Hals.
9. Sie schleppt ihn vor die Kellertür und schiebt den schweren Riegel für hier liegt und bleibst du uns verborgen. 10. Am Morgen als der Tag anbrach da kam des Reiters Kamerad wo habt ihr unsern Reiter? 11. Der Reiter, der ist nicht mehr hier er muss fort sein in aller Früh, der Reiter, der ist weiter. 12. Hier muss etwas geschehen sein wie kann der Reiter weiter sein? Sein Pferd steht unten in Stall. 13. Habt ihr dem Reiter was Leids gethan, so habt ihrs eurem Sohn gethan, der aus dem Krieg ist kommen 14. Die Frau hat sich im Brunnen ertränkt, der Mann hat sich in der Scheune erhängt seit einer Viertelstunde. 15. lst es nicht ein grosses Leid, wenn man drei Leichen aus einem Hause treit, aus einem Haus ins Grab. |