| lyric | 1. In dieser Winterfrühe, wie ist mir doch zumut! O Morgenrot, ich glühe von deiner Jugendblut.
2. Es glüht der alte Felsen und Wald und Burg zumal, berauschte Nebel wälzen sich jäh hin’ab ins Tal.
3. Mit tatenfroher Eile erhebt sich Geist und Sinn, und flügelt goldne Pfeile durch alle Ferne hin.
4. Auf Zinnen möcht ich springen in alter Fürsten Schloß, möcht hohe Lieder singen, mich schwingen auf das Roß!
5. Und stolzen Siegeswagen stürtzt’ ich mich brausend nach, die Harfe wird zerschlagen, die nur von Liebe sprach.
6. Wie schwärmst du so vermessen, Herz, hast du nicht bedacht, hast du mit eins vergessen, was dich so trunken macht?
7. Ach wohl! Was aus mir singet, ist nur der Liebe Glück! Die wirren Töne schlinget sie sanft in sich zurück.
8. Was hilft, was hilft mein Sehnen? Geliebte, wärst du hier! In tausend Freudentränen verging’ die Erde mir. |