| lyric | 1. Der Herr vom Rodensteine sprach fiebrig und schabab: «Ungern duld' ich alleine, wo steckt, wo steckt, wo steckt mein [treuer Knapp?» :2. «Ich spür’ in Haupt und Magen ein Stechen und Geschlapp, diesmal geht mir’s an Kragen, wo steckt, wo steckt, wo steckt mein treuer Knapp?» :
3. Der Rittersjungen viere durchsuchten Weg und Steg, der Knapp sass fest beim Biere, juhei! Im Bremeneck. 4. Er trank und sprach mit Trauern: «Du braver Rodenstein! Allein, ich muss bedauern, ich kann nicht bei dir sein! 5. Ist dir was zugestossen, auch ich hab' was erlebt: ich bin mit Rock und Hosen hier völlig festgeklebt.»6 6. Die Jungen meld'ten traurig dem Kranken, was gescheh‘n, da sprach er fieberschaurig: «O Knapp, das ist nicht schön!» 7. Lässest du dein’n Herrn schwitzen in solcher Not und Plag, so sollst du übersitzen bis an den jüngsten Tag!» 8. Er sprach‘s und starb im Fieber, sein letztes Wort traf zu, der Knapp sitzt heut' noch über, es lässt ihm keine Ruh’. 9. Und nachts wie Sturmgewitter jagt's oft strassauf, strassab, das ist der alte Ritter, er ruft: «Wo steckt mein Knapp?» |