| lyric | 1. In des Waldes tiefsten Gründen, in den Höhlen tief versteckt, schläft der Räuber aller Kühnster, bis ihn seine Rosa weckt.
2. Rinaldini, ruft sie schmeichelnd, Rinaldini, wache auf! Deine Leute sind schon munter, längst schon ging die Sonne auf. 3. Unsre Feinde sind gerüstet, ziehen gegen uns heran. Nun, wohlan, sie sollen sehen, daß der Waldsohn fechten kann. 4. Seht sie fechten, seht sie streiten, jetzt verdoppelt sich ihr Mut. Aber ach, sie müssen weichen, nur vergebens strömt ihr Blut. 5. Rinaldini, eingeschlossen, haut sich, mutig kämpfend, durch, und erreicht im finstern Walde, eine alte Felsenburg. 6. Zwischen hohen, düstern Mauern, lächelt ihm der Liebe Glück. Es erheitert seine Seele, seiner Rosa Zauberblick. 7. Rinaldini, lieber Räuber, raubst den Weibern Herz und Ruh’. Ach, wie schrecklich in dem Kampfe, wie verliebt im Schloß bist du. |