| lyric | 1. Wer wollte sich mit Grillen plagen, solang uns Lenz und Jugend blühn? Wer wollt in seinen Blütentagen die Stirn in düstre Falten ziehn?
2. Die Freude winkt auf allen Wegen, die durch dies Pilgerleben gehn. Sie bringt uns selbst den Kranz entgegen, wenn wir am Scheidewege stehn. 3. Noch rinnt und rauscht die Wiesenquelle, noch ist der Garten frisch und grün; noch scheint der liebe Mond so helle, wie er durch Adams Bäume schien. 4. Noch macht der Saft der Purpurtraube des Menschen krankes Herz gesund; noch schmecket in der Rebenlaube der Kuß auf einen roten Mund. 5. Noch tönt der Busch voll Nachtigallen dem Jüngling süße Ahnung zu, noch strömt, wenn ihre Lieder schallen, selbst in bedrückte Seelen Ruh. |