Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

Stände noch das Feld im Flore

Liedtext

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first_lineStände noch das Feld im Flore
lyricStände noch das Feld im Flore
Wie in warmer Sommerzeit,
Ging´ ich aus dem dunkeln Thore
In die Waldeseinsamkeit

Leg´ im tiefsten Wald mich nieder,
Wo der Vöglein Nachtquartier,
Und es sängen ihre Lieder
Nachtigallen über mir.

Doch verschneiet Markt und Gassen
Nun der böse Winter hat,
Und ich wand´re arm, verlassen,
Durch die fremde stille Stadt.

Späte Gäste gleich Gespenstern
Schlüpfen da und dort in´s Haus,
Und der Nachtwind an den Fenstern
Löscht die letzten Lampen aus.

Nur aus einem noch spricht Glänzen
Weithin in den bleichen Schnee,
Spielen auf da drin zu Tänzen,
Klingt hier draußen fast wie Weh.

Und im mitternächt´gen Sturme,
Der am Himmel brausend zieht,
Singt das Glockenspiel vom Turme
Über mir ein frommes Lied.

An dem Kirchhof die Kapelle
Ladet mich zur müden Ruh,
Und ich leg´mich auf die Schwelle,
Und die Nacht, die deckt mich zu.

Wolle Gott die Stadt bewahren,
Mild behüten Hof und Haus! -
Die da tanzen, die da fahren,
H i e r da ruhen alle aus!
language ISO 639deu = german / allemand / deutsch / deutsch
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Internet PageLied des ArmenGedicht; Wanderlied