| lyric | 1. Draußen schwebt die Nacht auf dunklen Schwingen, daß darob die Stille leise klingt, als ob Silbersaiten Töne fingen von der Sehnsucht, die das All durchsingt.
2. Hell erstrahlet von dem Tannenbaume, erst noch stand er tief verschneit im Wald, nun der helle Lichterglanz im Raume, mit der wundersamen Allgewalt.
3. Sprengt der Hütte niedre, enge, Wände, dehnt den kleinen Raum zur weiten Welt, zu dem heilgen Reiche ohne Ende, das der Liebe Siegeslicht erhellt.
4. Losgelöst von jedem ird'schen Zwange und befreit von allem Leid und Schmerz, schwebt in ihrem übermächtgen Drange leicht und froh die Seele himmelwärts.
5. Ledig aller Not und Pein und Sorgen in der heitern starken Zuversicht, glaubend an ein schön'res, ew'ges Morgen staunen betend wir ins Wunderlicht.
6. Leis verlöschen mählich dann die Kerzen eine um die andre an dem Baum. Aber in dem froherregten Herzen strahlt und schimmert noch der lichte Traum. |