| lyric | 1. Nun nimm die müßige Sense zur Hand und laß sie dengeln und schleifen. Nun zieh mit mir ins schimmernde Land: die wogenden Saaten reifen! Die Welt ist reich und die Welt ist bunt, und keiner soll mehr darben, ein Danklied stammelt der ärmste Mund:
Nun sind die Tage der Garben!
2. Die Äste neigen sich früchteschwer, ihr Reichtum will sie erdrücken. Sie sehnen hungrige Hände her, die lastenden Schätze zu pflücken. Und weinten wir lange in bangem Verzicht, nun glüht die Welt in Farben, nun stehn wir vor Glück und Licht:
Nun sind die Tage der Garben!
3. Uns ward ein' harte und sehnige Faust, der weichen Furcht und Leiden. Und wo ein Feld in Ähren braust, wir wollen es schneiden! Und ob auch manche der Blüten erfror, ob tausend Hoffnungen starben, Milliarden flammten zur Reife empor:
Nun sind die Tage der Garben! |